Bunte Kammer

Bunte Kammer

Im Jahr 1672 erwarb Friedrich Christian von Kielmannseck das Gut Kohöved, heute Ludwigsburg und gestaltete es zu seinem Hauptwohnsitz um. Zu einem Raumkunstwerk der ganz besonderen Art geriet dabei die sogenannte Bunte Kammer- eine Vertäfelung aus Eichenholz, bestehend aus eckigen und ovalen Ölgemälden. Kielmannseck beauftragte eine flämische Malerschule den historischen Raum anzufertigen. Aus 25 Emblembüchern wählte er 174 Miniaturgemälde, die die Bunte Kammer schmückten.

Jedem Bild ist ein Motto zugeordnet. Neben deutschen finden sich auch lateinische, niederländische, italienische, spanische und englische Sinnsprüche.

1690 trennte sich Kielmannseck von seinem Gut Kohöved.

Das Herrenhaus wurde im frühen 18. Jahrhundert bis auf die Grundmauern abgebrochen und neu errichtet. Der damalige Besitzer Friedrich Ludwig von Dehn, dem das Gut den NamenLudwigsburg zu verdanken hat übernahm die Täfelung der Bunten Kammer. Er verkleinerte den Raum jedoch erheblich, so dass die heutige Bunte Kammer nur noch 145 Embleme enthält. Weitere 25 Bilder finden sich in der Bibliothek, ein kleiner Teil ist verloren.

Heute wird die Bunte Kammer gerne als Trauzimmer genutzt, ganz nach dem Motto eines der Embleme: OMNIA VINCIT AMOR!

Führungen finden in der Saison jeden Mittwoch um 17 Uhr statt. Bitte melden Sie sich hierzu an!

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